Testosteronmangel beim Mann – was Sie wissen sollten
Ein Testosteronmangel beim Mann kann sich schleichend entwickeln und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Typische Anzeichen sind nachlassende Libido, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Erektionsprobleme oder ein Verlust an Muskelkraft. Dabei können Beschwerden bereits auftreten, obwohl der Gesamttestosteronwert noch im normalen Laborbereich liegt.
Entscheidend ist deshalb eine differenzierte Betrachtung des Hormonhaushalts, insbesondere des freien Testosterons und des SHBG. Erfahren Sie, welche Ursachen und Symptome hinter einem Testosteronmangel stecken, wie er zuverlässig diagnostiziert werden kann und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der oralen bioidentischen Testosterontherapie, auf die sich die Privatpraxis Park spezialisiert hat.

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Testosteron - was ist das?
Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon und gehört zur Gruppe der Androgene. Es wird beim Mann hauptsächlich in den Leydig-Zellen der Hoden produziert. In geringeren Mengen entsteht es auch in der Nebennierenrinde.
Obwohl Testosteron vor allem als Sexualhormon bekannt ist, übernimmt es zahlreiche wichtige Funktionen im gesamten Körper. Es beeinflusst unter anderem die Entwicklung der männlichen Geschlechtsmerkmale, die Sexualfunktion, den Muskelaufbau, den Knochenstoffwechsel und das allgemeine Wohlbefinden.
Welche Aufgaben hat Testosteron beim Mann?
Testosteronmangel bei Mann: Wie macht sich dieser bemerkbar?
Ein Testosteronmangel kann sich durch unterschiedliche körperliche, sexuelle und psychische Beschwerden bemerkbar machen. Welche Symptome auftreten und wie stark sie ausgeprägt sind, hängt unter anderem davon ab, wie niedrig der Testosteronspiegel ist und wie lange der Mangel bereits besteht.
Besonders häufig zeigen sich Veränderungen im Sexualleben, eine nachlassende körperliche Leistungsfähigkeit sowie ein vermindertes allgemeines Wohlbefinden. Die Beschwerden entwickeln sich häufig schleichend und werden deshalb nicht immer sofort mit einem Hormonmangel in Verbindung gebracht.

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Warum entsteht überhaupt erst ein Testosteronmangel beim Mann?
Ein Testosteronmangel entsteht, wenn der Körper nicht mehr ausreichend Testosteron produziert oder die hormonelle Steuerung der Testosteronproduktion gestört ist. Dafür kommen verschiedene Ursachen infrage.
Neben Erkrankungen der Hoden oder der hormonproduzierenden Organe können auch Lebensstil, Übergewicht, chronischer Stress, Schlafmangel und bestimmte Medikamente den Testosteronspiegel beeinflussen.
Grundsätzlich wird zwischen einem primären und einem sekundären Testosteronmangel unterschieden. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten unterschiedlich sein können.
Primärer Testosteronmangel: Wenn die Hoden nicht ausreichend Testosteron produzieren
Beim primären Hypogonadismus liegt die Ursache direkt in den Hoden. Obwohl die übergeordnete hormonelle Steuerung funktioniert und die entsprechenden Signale gesendet werden, können die Hoden nicht genügend Testosteron bilden.
Typischerweise sind bei einem primären Testosteronmangel die LH- und FSH-Werte erhöht. Die Hirnanhangdrüse versucht damit, die Hoden stärker zur Hormonproduktion anzuregen.
Sekundärer Testosteronmangel: Wenn die hormonelle Steuerung gestört ist
Beim sekundären Hypogonadismus liegt die Ursache nicht direkt in den Hoden, sondern in den übergeordneten hormonellen Steuerungszentren im Gehirn.
Normalerweise produziert der Hypothalamus das Hormon GnRH. Dieses regt die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) dazu an, LH und FSH auszuschütten. LH stimuliert wiederum die Testosteronproduktion in den Hoden.
Bei einem sekundären Testosteronmangel sind die LH- und FSH-Werte häufig niedrig oder unangemessen normal, obwohl der Testosteronwert bereits erniedrigt ist.
Was kann man selbst gegen Testosteronmangel tun?
Sie können selbst einiges tun, um Ihren Testosteronspiegel positiv zu beeinflussen. Besonders wenn ein niedriger Testosteronwert mit Übergewicht, Bewegungsmangel, Schlafmangel oder einer unausgewogenen Ernährung zusammenhängt, können gezielte Veränderungen des Lebensstils helfen.
Wichtig ist jedoch, zwischen einem funktionellen Testosteronmangel und einem krankheitsbedingten Hormonmangel zu unterscheiden. Wenn beispielsweise die Hoden oder die hormonelle Steuerung im Gehirn nicht richtig funktionieren, reichen Veränderungen des Lebensstils allein häufig nicht aus.
Wie wird ein Testosteronmangel beim Mann diagnostiziert?
Ein Testosteronmangel lässt sich nicht allein anhand bestimmter Symptome feststellen. Für eine zuverlässige Diagnose betrachten wir die Beschwerden des Patienten gemeinsam mit den Ergebnissen einer gezielten Blutuntersuchung und seiner individuellen gesundheitlichen Situation.
Dabei ist es wichtig, nicht nur den Gesamttestosteronwert zu betrachten. Auch das freie Testosteron und das Sexualhormon-bindende Globulin (SHBG) können wichtige Hinweise darauf geben, wie viel Testosteron dem Körper tatsächlich zur Verfügung steht.
Die Sprechstunde bei Facharzt Hyung-Joon Park kann bequem online und damit deutschlandweit erfolgen. Alternativ begrüßen wir Sie gerne persönlich in unserer Privatpraxis Park in Duisburg. Auch für die erforderliche Blutuntersuchung müssen Sie nicht extra nach Duisburg kommen: Die Blutabnahme kann in jedem Labor oder einer Arztpraxis Ihrer Wahl deutschlandweit erfolgen. Die Ergebnisse besprechen wir anschließend im Rahmen Ihrer Sprechstunde und beziehen sie in die individuelle Beurteilung Ihres Hormonstatus ein.
Testosteronmangel beim Mann – Ablauf der Diagnose
Welche Blutwerte sind bei der Diagnose eines Testosteronmangels besonders wichtig?
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Behandlung bei Testosteronmangel – die Testosteron-Ersatztherapie
Ein Testosteronmangel beim Mann ist heute gut behandelbar. Grundsätzlich stehen dafür drei unterschiedliche Therapieformen zur Verfügung: die orale Einnahme von Testosteron-Kapseln, die Anwendung von Testosteron-Gel über die Haut sowie die Verabreichung von Testosteron durch Injektionen.
In der Privatpraxis Park setzen wir bevorzugt auf die orale bioidentische Testosterontherapie. Diese Behandlungsform bietet aus unserer Sicht entscheidende Vorteile gegenüber den klassischen Therapieformen.
Insbesondere die flexible Dosierung, die gute Steuerbarkeit und die Möglichkeit, die Behandlung bei Bedarf schnell anzupassen oder zu pausieren, machen sie zu einer besonders alltagstauglichen Option. Die Therapie lässt sich dadurch individuell auf die hormonelle Ausgangssituation, die Laborwerte und das persönliche Befinden abstimmen.
Vorteile der oralen bioidentischen Testosteronersatztherapie
Einfache Einnahme
Die Therapie erfolgt bequem über Kapseln. Spritzen oder das tägliche Auftragen eines Gels entfallen.
Individuelle Dosierung
Die Testosteronmenge kann an den persönlichen Bedarf und den Therapieverlauf angepasst werden.
Hohe Flexibilität
Einnahmezeitpunkt und Dosierung lassen sich individuell gestalten und bei Bedarf kurzfristig verändern.
Keine Depotwirkung
Anders als bei lang wirksamen Injektionen wird kein Testosteron-Depot im Muskel angelegt. Die Behandlung kann dadurch flexibler angepasst oder pausiert werden.
Testosteronmangel beim Mann - welche Werte gelten als Normal in welchem Alter?
Der Testosteronspiegel verändert sich im Laufe des Lebens und nimmt bei vielen Männern mit zunehmendem Alter allmählich ab. Dennoch unterscheiden sich die Hormonwerte individuell teilweise erheblich. Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Testosteronwerte und die statistischen Wertebereiche verschiedener Altersgruppen. Sie verdeutlicht, wie sich der Hormonspiegel im Laufe der Jahre entwickelt und welche Unterschiede zwischen Männern derselben Altersgruppe bestehen können.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die angegebenen Werte lediglich der Orientierung dienen und nicht als feste Grenzwerte für einen Testosteronmangel gelten.
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| Alter in Jahre | Median (nmol/l) | Wertebereich (nmol/l) |
|---|---|---|
| 19–39 | 17,6 | 9,5–28,9 |
| 40–49 | 16,0 | 8,4–28,2 |
| 50–59 | 15,5 | 7,7–28,2 |
| 60–69 | 15,5 | 7,7–28,2 |
| 70–79 | 15,5 | 7,6–28,2 |
| 80–99 | 15,5 | 7,0–28,2 |
Die Werte zeigen die statistische Verteilung des Gesamt-Testosterons in den jeweiligen Altersgruppen. Sie sind keine individuellen Diagnose- oder Behandlungsgrenzwerte.
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